Fr., 04.10.2024 , 10:37 Uhr

Ein Jahr nach Hamas-Überfall

Katholische Bischöfe in der EU fordern Waffenstillstand in Nahost

Die katholische EU-Bischofskommission (COMECE) zeigt sich tief besorgt über die Lage im Nahen Osten und ruft alle beteiligten Seiten zu einem sofortigen Waffenstillstand auf. Derzeit berge jeder Tag neue Risiken für eine Eskalation des Konflikts in der gesamten Region, heißt es in einer Erklärung des COMECE-Vorsitzenden Bischof Mariano Crociata. Leben und Würde tausender Menschen seien gefährdet.

Seit dem tragischen Terrorüberfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 habe der Nahe Osten zerstörerische Gewalt, eine tiefe humanitäre Krise und unfassbares menschliches Leid erlebt, sagte Crociata. Er warnte vor einer „gefährlichen politischen Dynamik in der Region mit einer wachsenden Zahl von Akteuren“.

Die Erklärung verurteilt – auch mit Blick auf die Lage in Europa – Antisemitismus und Radikalisierung sowie „Akte des gewalttätigen Extremismus und Terrorismus“. Crociata erinnerte auch an die Friedensappelle von Papst Franziskus. „Wir rufen auf zu einem sofortigen Waffenstillstand an allen Fronten und zum Respekt vor dem humanitären Völkerrecht.“ Insbesondere Zivilisten, Krankenhäuser, Schulen und religiöse Stätten seien zu schützen, alle Geiseln müssten freigelassen werden.

Die EU forderte der COMECE-Präsident auf, auf einen Dialog der Konfliktparteien zu drängen und neue diplomatische Bemühungen für eine Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israel und den Palästinensern mit einem Sonderstatus für die Stadt Jerusalem zu starten. „Wir laden alle Menschen guten Willens ein, sich dem Aufruf von Papst Franziskus anzuschließen, Montag, den 7. Oktober, als Tag des Gebets und des Fastens für den Frieden in der Welt zu begehen.“

KNA

Das könnte Dich auch interessieren

25.08.2026 70 Meter im Dienste der Bildung Die größte Klosterbibliothek der Welt im Norden der Steiermark wird 250 Jahre alt 24.08.2026 Leo bei Katholikentreffen in Rimini: "Ja, die Liebe bewegt!" Eine Botschaft gibt es in jedem Jahr, aber persönlich schaut ein Papst nur selten beim größten katholischen Treffen in Rimini vorbei. Leo XIV. änderte das am Samstag - nach über 40 Jahren. 24.08.2026 Den Menschen nicht das Evangelium überstülpen Es gehe nicht darum, Menschen mit geschickten Strategien vom Evangelium zu überzeugen, sagt der seit 21 Jahren amtierende Bischof des Bistums Magdeburg. Christen müssten authentisch sein und selbstlos für andere da sein. 21.08.2026 Gesamtbetrachtung erforderlich Zu den Medienberichten über von der Diözese Augsburg getätigte Finanzinvestitionen zu Beginn der Zwanzigerjahre weist das Bistum darauf hin, dass die Betrachtung von Einzelinvestments ohne eine Bewertung des Gesamtportfolios kein seriöses Gesamtbild ergeben kann. Im Folgenden dokumentiert das Bistum das Statement, das zu diesem Thema an die Medien gegeben wurde.